Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen

DFG-Graduiertenkolleg 2190

Maximilian Pötzsch

Maximilian Pötzsch

Kurzvita

2020 M.A. Deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin

2016 B.A. Germanistik, Universität Leipzig

2013 B.A. Sozialwissenschaften und Philosophie, Universität Leipzig

Armutsbeispiele und ihre urbanen Kontexte in der deutschen Dominikanerliteratur des Spätmittelalters

Mein Dissertationsprojekt untersucht anhand der deutschen Musterpredigtsammlung Paradis der fornuftigen sele Ästhetik und Pragmatik der dominikanischen Beispielgebung um 1300 – insbesondere die Gebrauchsroutinen der kleinen, für die volkssprachliche Predigtrhetorik des Bettelordens wichtigen Form des Exempels. Damit rücken die spezifisch urbanen Kontexte der dominikanischen Predigt in den Blick: die städtische Ausbildung der Prediger an Ordenshochschulen und Universitäten (mithilfe von Lehr- und Handbüchern) und deren Lehr- und Seelsorgetätigkeit vorrangig im städtischen Raum (geregelt durch die Constitutiones des Dominikanerordens).
Die Arbeit geht der Hypothese nach, dass im dominikanischen, pragmatisch zwischen Universität und illiterati,Kirche und Markt, Klerus und Laienständen, Heiliger Schrift und ‚Volksmund‘ und nicht zuletzt zwischen apostolischer Armut und frühbürgerlicher Wohlfahrt vermittelnden Predigtexempel spätmittelalterliche urbanitas entworfen wird und zur Darstellung gelangt.

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