Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen

DFG-Graduiertenkolleg 2190

„Wer wie lange reden darf, darüber entscheidet oft der Mächtigere“

„Wer wie lange reden darf, darüber entscheidet oft der Mächtigere“
15. November 2018 Florenz Gilly

„Wer wie lange reden darf, darüber entscheidet oft der Mächtigere“

Dr. Maren Jäger (Humboldt-Universität zu Berlin) im Gespräch über quantitative und qualitative, absolute und relative, autonome und heteronome sowie über aphoristische und komische Kürze.

Maren Jäger ist Postdoktorandin im Graduiertenkolleg Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen. Ihr Habilitationsprojekt trägt den Arbeitstitel „Brevitas: Kürze zwischen Ästhetik und Ökonomie“.

Das Interview führten Steffen Bodenmiller und Florenz Gilly.

 

Empfohlene Zitierweise

Interview mit Maren Jäger, in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen, abrufbar unter: www.kleine-formen.de/interview-mit-maren-jaeger, Berlin 2018.

 

Hörbeispiele

Ernst Jandls spruch mit kurzem o (1964)

Aus: Ernst Jandl, Werke in 6 Bänden (Neuausgabe), hrsg. von Klaus Siblewski © 2016 Luchterhand Literaturverlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH.

Friedrich Achleitners Schnadahüpfel

Aus: Friedrich Achleitner: iwahaubbd. Dialektgedichte © Paul Zsolnay Verlag Wien 2011.

 

Literaturhinweise

Aufsätze und Monographien von Maren Jäger

Die Joyce-Rezeption in der deutschsprachigen Erzählliteratur nach 1945, Tübingen 2009.

Die Kürzemaxime im 21. Jahrhundert vor dem Hintergrund der brevitas-Diskussion in der Antike, in: Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Medien und Kunst, hrsg. von Claudia Öhlschläger u. Sabiene Autsch, Paderborn 2014, S. 21-40.

Das komische Kurzgedicht, in: Witz und Wirklichkeit: Komik als Form ästhetischer Weltaneignung, hg. von Carsten Jakobi u. Christine Waldschmidt, Bielefeld 2015, S. 359-386.

Wechselwirkungen von Erzählen und Wissen in kurzen Prosaformen der Frühen Neuzeit am Beispiel des Apophthegmas, in: Kurz & Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, hrsg. von Michael Gamper u. Ruth Mayer, Bielefeld 2017, S. 15-26.

Organik und Mechanik, Kürze und Enzyklopädie. Franz Josef Czernins Aphorismen (Eine Annäherung), in: Franz Josef Czernin, hrsg. von Thomas Eder, München 2017, S. 125-148.

Weitere erwähnte Titel

Czernin, Franz Josef: die aphorismen. eine einführung in die mechanik, Wien 1992.

Friedrich Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches II. Nachgelassene Fragmente. Frühling 1878 bis November 1879, in: ders.: Werke, 4. Abt., Bd. 3, hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari, Berlin 1967, S. 1-342, hier S. 68.

Robert Gernhardt: Zehn Thesen zum komischen Gedicht, in: Hell und Schnell. 555 komische Gedichte aus 5 Jahrhunderten, hrsg. von Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer, Frankfurt am Main 2016, S. 11-14.

Seneca, Lucius Annaeus: De brevitate vitae Von der Kürze des Lebens. Lat.-dt., übers. und hrsg. von Marion Giebel. Stuttgart 2008. [zitierte Passage ebd., 1,1]

Plutarch: Laconische Denksprüche [Apophtegmata laconica], in: Ders., Moralia. Bd. 1, Wiesbanden 2012, S. 357-414.

Raimundus Lullus: Ars brevis, Ars Magna. Lat.-dt., übers. und hrsg. von Alexander Fidora, Hamburg 1999 (Philosophische Bibliothek 518).

Erasmus, Desiderius [i.e. Erasmus von Rotterdam]: Adagia. Auwahl. Lat.-dt., übers. und hrsg. von Anton J. Gail, Stuttgart 2012 (RUB 7918).

Erasmus, Desiderius [i.e. Erasmus von Rotterdam]: On Copia of Words and Ideas [De duplici Copia verborum et rerorum]. Transl. from the Latin with an Introduction by Donald B. King., 5. Aufl., Milwakee, Wis., 2007.

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