Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen

DFG-Graduiertenkolleg 2190

Verkleinerung – Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen

Verkleinerung – Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen

Neuerscheinung des Sammelbandes bei de Gruyter
Herausgegeben von Maren Jäger, Ethel Matala de Mazza und Joseph Vogl

Nicht alles Kleine kommt schon klein zur Welt. Kleine Formen treten zumeist erst durch Prozesse der Verdichtung und Verknappung als solche in Erscheinung.
Durch die Verschiebung des Erkenntnisinteresses vom Kleinen als Form auf die Beschreibung von Verfahren, aus denen die kleinen Formen als klein geformte hervorgehen, lässt sich ein systematischer Zugriff auf äußerst heterogene Textsorten herstellen, die auf vergleichbare Operationen rückführbar sind – insbesondere auf diejenigen, denen Verfahren der Verkleinerung generisch inhärent sind: von Exemplum und Epitaph über Aphorismus, Fabel und Fallgeschichte, Tagebuch, Liste, Lebenslauf und Scherenschnitt bis zum Microrrelato.
Der Sammelband rückt kleine Formen in ihrer Genese – die techné des Ver-Kleinerns – in den Fokus. So gilt in pragmatischer Perspektive das Augenmerk Verfahren der Selektion, Reduktion, Verdichtung und Transposition, mit denen kleine Prosaformen auf Verknappungszwänge reagieren – oder in denen sich ein autonomer Gestaltungswille manifestiert.
Anstatt zu fragen: ‚Was – oder wie klein – ist klein?‘ Oder: ‚Wie ist seine Form beschaffen?‘ fragen die Autor*innen aus Philologie und Wissenschgeschichte: ‚Wie wird das Kleine klein?‘ Und: ‚Wie wird das Kleine Form?‘

→ Der Sammelband “Verkleinerung” bei de Gruyter

ISBN:
978-3-11-066761-5 (gebunden)
978-3-11-061239-4 (PDF)
978-3-11-061254-7 (EPUB)
Erscheinungsjahr: 2020
Seitenanzahl: 200
Sprache: deutsch

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