Caroline Adler

Caroline Adler

Kurzvita

2018–2020 Projektassistenz und -koordination, Haus der Kulturen der Welt (HKW), Berlin

2019 Humboldt Research Track Scholarship

2018 M.A. Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

2014/15 Contemporary Art Theory, Goldsmiths College, University of London

2012 B.A. Kulturwissenschaft / Philosophie, Humboldt-Universität zu Berlin

Seit 2019 Teil des Kollektivs diffrakt | zentrum für theoretische peripherie

Publikationen

Buchbesprechung. Dance of Values, in: Zeitschrift für Medienwissenschaft (online), 30. Mai 2021. https://zfmedienwissenschaft.de/node/1682 

Walter Benjamin’s antifascist education: from riddles to radio, Contemp Polit Theory (2021). https://doi.org/10.1057/s41296-021-00507-8 

[mit Eylem Sengezer], Poröse Stadt. Grenzgänge des Urbanen, in: taz Berlin (28. August 2020), Son­derdruck.

„Anschaulich, nicht theoretisch bereichert“. Walter Benjamins Moskau-Aufsatz, in: Material und Begriff. Arbeitsverfahren und theoretische Beziehungen Walter Benjamins, hg. von Frank Voigt, Nikos Papadakis, Jan Loheit und Konstantin Baehrens, Hamburg 2019.

Vorträge

„Es gibt viele Arten neue Grenzen zu errichten“ – Steyerl/Benjamin und die leere Mitte, Workshop „Wohnen in der leeren Mitte, Baustelle Brecht/Müller“, Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin, 03.12.2021.

 „Neu gesehene Menschenfiguren“ – Walter Benjamins Russland-Berichte in der Literarischen Welt 1927, Tagung „Von der Anekdote zum Hashtag. Perspektiven auf die politische Kommunikation kleiner (literarischer) Formen“, Deutsches Seminar der Universität Basel in Kooperation mit dem Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft der RWTH Aachen, 26.06.2021.

“A Turning Point in Historical Events” – Walter Benjamin’s decisive Moscow Montage, 52nd and 1st Virtual Convention of the Northeast Modern Language Association (NeMLA) in der Sektion “Writing in Crisis: The Literature of the 1920s”, 12.03.2021.

Unlearning Contemporary Curating, gemeinsam mit Olga von Schubert (HKW), Gastvortrag im Rahmen des Master-Studiengangs „Curating“, Aarhus University, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst nGBK, Berlin, 02.02.2019.

„[…] daß jede prinzipielle allgemeine Untersuchung sofort wieder einen ihr eigenen Gegenstand findet“: Literarische Methode in Walter Benjamins Moskau-Aufsatz, International Walter Benjamin Conference „Walter Benjamins Methoden. Das Vermächtnis der Frankfurter Schule im heutigen Kontext” in der Sektion „Benjamins Schriften: Methodik, Archiv, Edition“, University of Oxford, 25.09.2017.

„Das Kreatürliche gerade dadurch sprechen zu lassen“. Benjamins Moskau-Essay im Kontext der Zeitschrift „Die Kreatur“, Workshop „Material und Begriff. Arbeitsverfahren und theoretische Beziehungen Walter Benjamins“, Leibniz-Zentrum für Kultur- und Literaturforschung, Berlin, 25.03.2017.

Benjamins Figur des Sammlers und der Engel der Geschichte, Klee/Benjamin-Studientag anlässlich der Ausstellung „L’Ironie à L’Ouevre“, Deutsches Forum für Kunstgeschichte / Centre Pompidou, Paris, 17.05.2016.

Lehre / organisierte Workshops & Konferenzen

Workshops/Konferenzen

07.07.–09.07.2022: Organisation und Ausrichtung der Internationalen Konferenz Walter Benjamin in the East – Networks, Conflicts, and Reception, gemeinsam mit Sophia Buck (Oxford/ZfL)
Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin
Gefördert durch OX/BER Research Partnership, ZfL Berlin und GRK Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘

16.09.–18.09.2021: Organisation und Ausrichtung des Workshops Krise und Kleinformat. Von der Institutionskritik zur politischen Mobilisierung (1918—1933), gemeinsam mit Maddalena Casarini und Daphne Weber
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Deutsche Literatur

 

Lehre

WiSe 2021/2022

Kritik des Ausstellens. Seminar (B.A.)
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Kulturwissenschaft

SoSe 2015–SoSe 2016  

Raumgewordene Vergangenheit – Walter Benjamins „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“. Projekttutorium (B.A./M.A.), gemeinsam mit Monique Ulrich (HGB Leipzig)
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Kulturwissenschaft

SoSe 2013–WiSe 2014/2015

Einführung in das Wissenschaftliche Arbeiten. Lehre Tutorien (B.A.)
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Kulturwissenschaft

 

Sitzungsleitung

19.11.2020: Interaktives Seminar Poröse Stadt im Rahmen der interdisziplinären Praxis-Laboratorien (B.A./M.A.)
Technische Universität Berlin, Institut für Architektur, Chair of Urban Design

10.10.2020: Weiterbildung Kuratieren
Universität der Künste Berlin, Berlin Career College

07.07.2020: Städtebilder, Denkbilder, Dialektische Bilder
Seminar (M.A.) Denken in Bildern. Warburg, Benjamin & Co, Leitung: Dr. Holger Brohm
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Kulturwissenschaft

11.04.2019: Seminar Porous Thinking. Walter Benjamin in Naples, gemeinsam mit Eylem Sengezer im Rahmen der interdisziplinären Seminarreihe „Borderscapes“ des Centro Studi Postcoloniali e di Genere in Kooperation mit dem Goethe Institut Neapel
Università degli Studi di Napoli “L’Orientale”, Neapel

 

Mitgliedschaften

International Walter Benjamin Society

Walter Benjamin Research Collective (WBRC)

Moskauer Erträge: Walter Benjamins Aufsatz „Moskau“ zwischen Anschaulichkeit und Konstruktion

Das Promotionsprojekt verortet Walter Benjamins Aufsatz „Moskau“ historisch und systematisch im Rahmen Benjaminscher Schreibpraxis. Im Zentrum stehen dabei sowohl das Darstellungsverfahren der Konstruktion vom „Moskauer Tagebuch“ hin zur Form(ierung) des Aufsatzes selbst als auch eine Bewertung dieses Schreibexperiments im Verhältnis zum „unaufhörlichen Organisationswandel“ der Sowjetunion 1926/27. Es soll gezeigt werden, wie sich Benjamins Idee einer Anschaulichkeit in Auseinandersetzung mit dem Gegenstand Moskau und der literarischen sowjetischen Avantgarde nach Maßgabe technischer Entwicklung als Konstruktion in Raum und Zeit formiert. Abschließend möchte diese Arbeit verdeutlichen, von welcher wegweisenden Bedeutung Benjamins kleine Form des Städtebilds „Moskau“ für seine Entwicklung späterer Motive, wie beispielsweise eines Materialismus gesteigerter Anschaulichkeit der „Passagen-Arbeit“, ist.

Moscow returns. Benjamin’s essay “Moscow” between vividness and construction

This project situates Walter Benjamin’s essay “Moscow” historically and systematically within the framework of Benjamin’s writing practice. I examine the process of constructing the “Moscow Diary,” including the form(ulation) of the essay itself, and evaluate this writing experiment in relation to the “incessant organizational change” of the Soviet Union in 1926/27. In the confluence and constellation of diary and essay, this project draws attention to the constructed nature of experimental literary small forms of the 1920s (such as the ‘Städtebild’) as well as to the conflict-ridden nature of the relationship between reality and representation. In this context, the pragmatic factors of the literarization of the lifeworld and the reformatting of forms of knowledge within exceptional historical situations – such as the ‘experiment of humanity’ of the Russian Revolution – are of particular importance.

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