Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen

DFG-Graduiertenkolleg 2190

Darja Benert

Darja Benert

Kurzvita

2019 M.A. Kulturen und Literaturen Mittel- und Osteuropas, Humboldt-Universität zu Berlin

2016 B.A. Slawische Sprachen und Literaturen, Germanistische Linguistik, Humboldt-Universität zu Berlin

2016 Auslandssemester am University College London, Großbritannien

Publikationen

Aufsätze

Poetik der Naivität bei Viktor Krotov. Die kleine Form in der Metamoderne, in: Epigramm – Haiku – Kurz­gedicht. Kleine Formen in der Lyrik Mittel- und Osteuropas, hg. von Christine Gölz, Alfrun Kliems und Birgit Krehl, Köln Weimar Wien 2020 [i. Ersch.]. Abrufbar unter: https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/literatur-sprach-und-kulturwissenschaften/sprach-und-literaturwissenschaften/literaturwissenschaft-komparatistik/49129/haiku-epigramm-kurzgedicht?c=1793

Zwischen analogen und digitalen Welten: Strategien einer Poetik der Naivität in kleinen Formen

Das Dissertationsprojekt rückt sechs digitale kleine Formen moderner russischsprachiger Autoren in den Fokus: Hokkus, Kurzmärchen, Aphorismen sowie Tanketka, Pirožok und Porošok. Als Grenzgänger zwischen Internetkunst und gedruckter Literatur sind sie Produkte einer literarischen Praxis, die auf Popularität, leichte Zugänglichkeit und massenhafte Herstellung sowie auf die Entgrenzung von Produktion und Rezeption zielt. Das Projekt folgt der Hypothese, dass in den ausgewählten kleinen Formen aufgrund ihrer formalen Reduktion und Unterkomplexität im Sinne eines literarischen Primitivismus eine medieninduzierte Poetik der Naivität strategisch eingesetzt wird und sich in Verfahren textueller Verkleinerung niederschlägt. Ihre regionale Spezifik wird im Hinblick auf die historischen Bezüge der russischen Internetliteratur zur literarischen Praxis des sowjetischen Samizdat und die Ästhetisierung selbstgemachter, unkontrollierter Formate sowie die Umgehung von konventionellen Verlagsstrukturen und Zensur untersucht.

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