Politik der Parole. Ästhetische Praktiken politischer Mobilisierung

Politik der Parole. Ästhetische Praktiken politischer Mobilisierung
16. Januar 2026 Jasper Novak

Politik der Parole. Ästhetische Praktiken politischer Mobilisierung

Politik der Parole. Ästhetische Praktiken politischer Mobilisierung

Neuerscheinung: Daphne Weber: Politik der Parole. Ästhetische Praktiken politischer Mobilisierung

Daphne Webers auf ihrer Dissertation beruhende Monografie ist im Campus Verlag erschienen. Daphne Weber war Kollegiatin der zweiten Generation unseres Graduiertenkollegs.

Das Image der Parole ist ramponiert: Sie vereinfacht, sie agitiert, wird zur Kennzeichnung von Populisten herangezogen. Entsprechend wurde sie in die Schmuddelecke verbannt. Was aber ist eine Parole genau und welche Funktion erfüllt sie in politischen Mobilisierungen? Ausgehend von umfangreichem Archivmaterial, arbeitet Daphne Weber alltägliche mediale Praktiken, Gebrauchsroutinen und Strategiediskussionen um verschiedenste Parolen in ihren historischen Kontexten heraus. Von den erbittert konkurrierenden Parteien der Weimarer Republik über die Massenmobilisierungen der Friedensbewegung in den 1980er Jahren, die Herrschaftspropaganda der SED in der DDR und das Aufbegehren der Friedlichen Revolution 1989 bis hin zu den Protesten rechter Bewegungen heute – überall nimmt die Parole eine unabdingbare mobilisierende und organisierende Funktion ein. Daraus ergibt sich eine Neubewertung: Wer Politik macht, kommt an Parolen nicht vorbei. Statt die Parole als Kampfbegriff zur Diskreditierung des politischen Gegners zu verwenden, muss ihr potenter Charakter als rhetorisches Werkzeug politischer Mobilisierung neu entdeckt werden.

ISBN: 9783593521336

Link zum Buch.

Medienreaktionen:

Podcast mit dem Ressortleiter Grundsatz und Gesellschaftspolitik beim Vorstand der IG Metall, Prof. Benjamin Hoff.

Radiofeature im SWR.

Interview mit Daphne Weber in „Die Welt“.