Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen

DFG-Graduiertenkolleg 2190

Hanna Miethner

Hanna Miethner

Kurzvita

seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Praktische Theologie (Schwerpunkt Homiletik/Liturgik und Kybernetik) und dem Institut zur Erforschung moderner Religionskulturen an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin

2019 Erstes kirchliches Examen (Bielefeld)

2013–2019 Studium der Evangelischen Theologie mit Stipendium des Evangelischen Studienwerks Villigst e.V. in Heidelberg, New Haven (USA), Berlin und Bochum

Die populäre Predigt. Homiletik und Popularitätsdiskurs um 1800

In der Homiletik um 1800 stellt sich mit steigender Frequenz die Frage, wie dem ‚Volk‘ zu predigen sei. Ansätze zu ihrer Beantwortung firmieren unter dem Begriff der Popularität. Konkret steht hinter dem Konzept der Anspruch, das Wissen der Aufklärung gemeinverständlich zu vermitteln und breit zu streuen. Entsprechende Rollen werden einerseits professionalisiert (Pfarrerstand), andererseits konstruiert (Landmann). Die Predigt steht damit in Zusammenhang mit anderen (Klein-)Formen der Wissensvermittlung und -popularisierung ähnlicher Zielrichtung: In der Pädagogik, der beginnenden Volkskunde wie der Gebrauchs- und Unterhaltungsliteratur um 1800 kommt ‚das Volk‘ in den Blick und Einfachheit wird zum Formkriterium. Dass ‚Popularität‘ und ‚Volk‘ begriffsgeschichtlich nicht konstant sind, ist die Ausgangsthese dieser Arbeit; die Predigt in Zusammenschau mit anderen populären Formen der Wissensvermittlung zu bringen, eine ihrer Aufgaben.

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