Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen

DFG-Graduiertenkolleg 2190

Jasper Schagerl

Jasper Schagerl

Kurzvita

2017–2020 Doktorand am DFG-Graduiertenkolleg 2190 Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen

2017 M.A. Medienkulturwissenschaft, LMU München

2014 B.A. Theaterwissenschaft / Sprache, Literatur, Kultur, LMU München

Publikationen

Schnell-Werden. Verkleinerungseffekte in Harsdörffers Mordgeschichte, in: Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen, hg. von Maren Jäger, Ethel Matala de Mazza und Joseph Vogl, Berlin 2020 (Minima, 1).

Die Operativität gelehrter Praxis: Paper Technology bei Georg Philipp Harsdörffer, in: Barock en miniature. Kleine Formen in Barock und Moderne, hg. von Matthias Müller, Nils Ritter und Pauline Selbig, Berlin 2020 (Minima, 2).

Exemplum, in: Enzyklopädie der kleinen Formen [Audio-Enzyklopädie des Podcasts microform], abrufbar unter: www.kleine-formen.de/enzyklopaedie-exemplum, Berlin 2019.

Reformationen revolutionären Wissens 1517–1917, in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs »Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen«, abrufbar unter: www.kleine-formen.de/ feature-reformationen-revolutionaeren-wissens-1517-1917/, Berlin 2018 (gemeinsam mit Marie Czarnikow, Stephan Strunz und Noah Willumsen).

Die Umstände des Falls. Kasuistische Schreibweisen bei Harsdörffer, Thomasius und Pitaval

Meine Dissertation untersucht fallartige Schreibweisen in Recht und Literatur zwischen 1650 und 1750. Mit welchen Techniken werden Ereignisse in Fälle transformiert? Wie werden sie les- und damit beurteilbar gemacht? Und welcher Logik gehorchen frühneuzeitliche Fallsammlungen? Anhand dreier paradigmatischer Autoren analysiere ich das Verhältnis der juristischen Kasuistik zu Entwicklungen literarischer Poetiken dieser Zeit. Im Zentrum meiner Arbeit steht der Begriff der Umstände (circumstantiae), den ich in einer ›terminologischen Wissensgeschichte‹ als kasuistische Formdeterminante in den Blick nehme.

jasper.schagerl[at]yahoo.de

← zurück