Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen

DFG-Graduiertenkolleg 2190

Johannes Spengler

Johannes Spengler

Kurzvita

2019 M.A. Angewandte Literaturwissenschaft, Freie Universität Berlin

2017-2019 Redakteur bei kino.de

2013-2017 SEO-Redakteur und freier Autor

2011-2013 Praktika in Zeitungs- und Online-Redaktionen, darunter Süddeutsche.de

2011 B.A. Literaturwissenschaft, Universität Erfurt

Publikationen

Aufsätze

Ratings, Rankings und Abstimmungen. Wie kleine Wertungen die literaturkritische Kommunikation strukturieren, in: Small Critics. Zum transmedialen Feuilleton der Gegenwart, hg. von Oliver Ruf und Christoph H. Winter, Würzburg 2022 [im Erscheinen].

Lesen als Wettbewerb. Selbstvermessung und Challenges von BuchbloggerInnen. Tagungsband des Nachwuchstages Poetik der Quantität der Bamberger Graduiertenschule für Literatur, Kultur und Medien, 2022 [im Erscheinen].

Happy Little Accidents: Nutzen (und Nutzlosigkeit) von YouTube-Tutorials, in: Archiv für Mediengeschichte 19: Kleine Formen (2021), 179-188.

Vorträge

Lesen als Wettbewerb. Nachwuchstagung Poetik der Quantität der Bamberger Graduiertenschule für Literatur, Kultur und Medien. Juni 2021.

Literaturkritik als Content: Praktiken des Bewertens, Sammelns und Teilens auf Buchblogs und in sozialen Medien

Die Plattformen des Web 2.0 haben eine Infrastruktur geschaffen, die es der literaturinteressierten Öffentlichkeit erlaubt, ihre Meinung außerhalb institutionalisierter Formate der Literaturkritik mitzuteilen. Auf Buchblogs und in sozialen Medien diskutieren Leser und Leserinnen über und anhand ihrer Lektüren miteinander. Dabei haben sich eigene Praktiken des Bewertens, Sammelns und Teilens etabliert, die sich nur noch oberflächlich an den Darstellungsstrategien des Feuilletons orientieren. Im Internet wird die Langrezension durch ein Aggregat schriftlicher, grafischer und interaktiver Formen ersetzt, das sich über mehrere Plattformen und Profile erstreckt. Im Vordergrund steht dabei die Interaktion mit Gleichgesinnten. Der Austausch innerhalb einer Community von Lesern und Leserinnen motiviert eine Reihe biografischer Schreibweisen, die der Vermessung der eigenen Lektüren, dem Sammeln von Lesefrüchten und der Darstellung der eigenen (Leser-)Biografie dienen. Ziel dieses Dissertationsprojekts ist es, die Laienliteraturkritik als Zusammenspiel von Praktiken zu analysieren, die sich nicht allein im Bewerten von Literatur erschöpfen.

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