Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen

DFG-Graduiertenkolleg 2190

Maren Jäger

Maren Jäger

Kurzvita

2015-2017 wiss. Mitarbeiterin, Europa-Universität Flensburg

seit 2015 Mitglied der literaturkritik.de-Redaktion „Gegenwartskulturen“ sowie von Jurys (z.B. Peter Huchel-Preis, Gerty Spies-Peis, Preis für Internationale Poesie)

2014/15 wiss. Mitarbeiterin, Universität Duisburg-Essen

2007 Promotion, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Thema: Weltalltag und Epoche. Die produktive Joyce-Rezeption in der deutschsprachigen Prosa nach dem Zweiten Weltkrieg)

2002-2014 wiss. Mitarbeiterin, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2002 M.A. Deutsche Philologie / Anglistik / Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

Publikationen (Auswahl)

Die Joyce-Rezeption in der deutschsprachigen Erzählliteratur nach 1945. Tübingen 2009 (Studien zur deutschen Literatur; 189).

Gem. m. Matthias Bauer (Hg.): Mythopoetik im 20. Jahrhundert: Film und Literatur. München 2012.

Die Kürzemaxime im 21. Jahrhundert vor dem Hintergrund der brevitas-Diskussion in der Antike. In: Kulturen des Kleinen. Mikroformate in Literatur, Medien und Kunst. Hg. von Claudia Öhlschläger u. Sabiene Autsch. Paderborn 2014, S. 21-40.

Das komische Kurzgedicht. In: Witz und Wirklichkeit: Komik als Form ästhetischer Weltaneignung. Hg. von Carsten Jakobi u. Christine Waldschmidt. Bielefeld 2015 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften), S. 359-386.

Die deutschsprachige Lyrik im Jahr 1995. In: Wendejahr 1995. Hg. von Heribert Tommek, Matteo Galli u. Achim Geisenhanslüke. Berlin 2015, S. 267-299.

Im Netz. Zur digitalen Edition von Notizen und Notizbüchern. In: „Gedanken reisen, Einfälle kommen an.“ Die Welt der Notiz. Hg. von Marcel Atze u. Volker Kaukoreit. Wien 2016 (Sichtungen; 16/17), S. 118-130.

Wechselwirkungen von Erzählen und Wissen in kurzen Prosaformen der Frühen Neuzeit am Beispiel des Apophthegmas. In: Kurz & Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Hg. von Michael Gamper u. Ruth Mayer. Bielefeld 2017, S. 15-26.

Organik und Mechanik, Kürze und Enzyklopädie. Franz Josef Czernins Aphorismen. (Eine Annäherung). In: Franz Josef Czernin. Hg. von Thomas Eder. München 2017 (neoAVANTGARDEN), S. 125-148.

„der Rest ist Lücke, Zwischenraum, Fragment“. Das Fragment(arische) im lyrischen und essayistischen Werk Gerhard Falkners. In: MATERIE: POESIE. Zum Werk Gerhard Falkners. Hg. von Constantin Lieb, Hermann Korte u. Peter Geist. Heidelberg 2018 (Beiträge zur neueren Literaturgeschichte; 378), S. 19-46.

Wilhelm Buschs Bildergeschichten: Text-Bild-Welten zwischen Restauration und Moderne. In: Beschriebenes und Gezeigtes. Literarische Text/Bild-Konstellationen im Zeitalter neuer Medientechniken und globaler Wissensextension (1830-1930). Hg. von Florian Pehlke u. Christina Wehnert. Bielefeld [erscheint 2018] (Philologie und Kulturgeschichte).

Brevitas: Kürze zwischen Ästhetik und Ökonomie. Studien zu einer vernachlässigten Kategorie der Poetik

Brevitas, in Rhetorik und frühneuzeitlicher Poetik noch als Kompetenz verstanden, wird im 21. Jahrhundert zum Symptom von Knappheit (an Zeit, an Aufmerksamkeit, an Ressourcen), von einer virtus zu einem Mangelbegriff. Vor der Folie der antiken Rhetorik, der (früh)neuzeitlichen Poetik und unter Berücksichtigung der fundamentalen Medienumbrüche der Neuzeit soll im Rahmen dieses Projekts der Versuch unternommen werden, zu einer Neubewertung von Veränderungen literarischer Stile, Produktions- und Wirkungsstrategien sowie von Umbrüchen im Gattungsgefüge zu gelangen – und schließlich den ökonomisch funktionalisierten Kürzebegriff mit einem autonomen poetischen und rhetorischen Gegenbegriff zu konfrontieren.

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