Steffen Niclas Bodenmiller

Steffen Niclas Bodenmiller

Kurzvita

seit 2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Humboldt-Universität zu Berlin

2016 M.A. deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin

2008 B.A. Philosophie, Neuere deutsche Literatur, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Publikationen

Audiobeiträge

[mit Marie Czarnikow und Florenz Gilly], Wie man einen geplatzten Granatapfel wieder zusammen­setzt [Bericht zur Tagung »Kleiner werden. Verfahren und Techniken der Ökonomisierung kleiner Formen«, (28.01.–31.01.2019), HU Berlin], in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs „Lite­ratur- und Wissensgeschichte kleiner Formen“, abrufbar unter: www.kleine-formen.de/granatapfel, Berlin 2019.

Emblem, in: Enzyklopädie der kleinen Formen [Audio-Enzyklopädie des Podcasts microform], abrufbar unter: www.kleine-formen.de/enzyklopaedie-emblem, Berlin 2018.

[mit Florenz Gilly], Interview mit Maren Jäger, in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs „Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen“, abrufbar unter: www.kleine-formen.de/interview-mit-maren-jaeger, Berlin 2018.

[mit Marília Jöhnk], Interview mit Joseph Vogl, in: microform. Der Podcast des Graduiertenkollegs „Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen“, abrufbar unter: www.kleine-formen.de/interview-mit-joseph-vogl, Berlin 2018.

[mit Noah Willumsen], Interview mit Philipp Felsch, in: microform. Der Podcast des Graduierten­kollegs „Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen“, abrufbar unter: https://www.kleine-formen.de/interview-mit-philipp-felsch/, Berlin 2018.

Didaktische scharteken oder: lernen von klein auf. Zur Kompression kanonischer Schulschriften und deren Zurichtung auf Lehrbarkeit im frühen Buchdruck (Straßburg, Basel, Freiburg um 1500)

Elementarkenntnisse einer Disziplin werden über elementare Formen und Basisoperationen vermittelt: Je basaler die Kenntnisse, desto kleiner die Lehr- oder Wissenseinheiten. Mit dem Buchdruck verschob sich auch die Möglichkeit, diese im Unterricht darzustellen. Waren es zuvor v.a. akustische Merk- und Lernhilfen, die auf Reim, Spruch und Formel basierten, zeigt sich ab ca. 1500 ein verstärkter Rückgriff auf graphische Mittel wie Tabellen, Schweifklammersysteme und mnemonische Text-Bild-Kombinationen. Zudem erlaubten Typographie und Buchmarkt die kostengünstige Erzeugung nicht-buchförmiger standardisierter, okkasioneller Lern- und Lehrhilfsmittel, z.B. Kartenspiele, Broschüren, Schaubilder im Einblattdruck. Meine Arbeit untersucht die typographisch gestützten Lernhilfen im oberdeutschen Raum um 1500 am Beispiel Murners, Ringmanns und Reischs und ihr Verhältnis zu den auctoritates der jeweiligen Disziplinen.

← zurück